ingrid und christian mitterecker

20 Jahre Ingrid und Christian Mitterecker

Ingrid (geb. 1963 in Oberösterreich)
und Christian (geb. 1964 in Wien)

Wir sind beide Autoren und Schauspieler mit einem starken Drall zur bildenden Kunst. Performances, Bücher, Grafikzyklen, ein paar Jahre Lehrauftrag, Theater- und Literaturpreise, Stipendien und Prämien.

1993 feierten wir in Sankt Lambrecht Hochzeit. 1999 verfassten Yaguine Koita und Fodé Tounkara, zwei Buben aus Guinea, einen Hilfeschrei an Europa und erfroren wenig später als blinde Passagiere im Fahrzeugschacht eines belgischen Flugzeuges - unsere Erschütterung war so tief, dass wir unser gesamtes Arbeiten/Leben auf neue Grundlagen stellten (Welt statt Geld). 2000 begegneten wir unserem Lehrer und Freund, dem Maurer/Künstler Viktor Rogy. 2004 fanden wir in Japan Sadakos Familie und damit ihre wahre Geschichte, begegneten kurz darauf in Paris unserer Lehrerin, der großen Dame der abstrakten Kunst, Aurélie Nemours. 2005/06 spielten wir uns mit unserem Amal Theater einmal um die Welt herum. 2009 kauften wir im Südburgenland ein kleines, schiefes Häuschen und brachten mit Sadakos Familie einen ihrer letzten fünf Kraniche für immer nach Österreich. 2011 erschien „Die Dankbarkeit des Kranichs. Von Hiroshima bis Fukushima“  (Wieser Verlag). 2012 erschienen „Allerleisieben“, „Das kleine Papageienbuch“ plus die Neuausgabe von „Jimmys Traum“ (alle drei Bücher im Verlag Bibliothek der Provinz).

Ingrids Vorleben: Während des Germanistik- und Romanistik-Studiums begann ich meine Schauspielausbildung, war Mitbegründerin des Grazer Bewegungstheaters Echidna und tanzte mit demselben sechs Produktionen, Sprach-Assistentin in Dieppe, Forschungsstipendium in Paris, daneben Leitung von Deutschkursen und Erstellung von Lehrmaterialien für Auslands-GermanistInnen, 1990 Studienabschluss, es folgte ein dreijähriges Auslandslektorat in Ungarn, wo ich das StudentInnen-Theater Só Színház gründete und die gute Idee hatte, Christian als Regisseur einzuladen.

Christians Vorleben: Ich begann als Autor, Lesungen, erste Veröffentlichungen in Zeitschriften, im ORF und WDR, erste Preise, studierte dann Theaterwissenschaft und Ethnologie, gründete 1987 mit StudienkollegInnen die auf sieben Jahre begrenzte Kindertheaterwerkstatt Regenbaum, deren Ziel es war, das Rezeptionsverhalten der Kinder zu erforschen, es folgten hunderte Aufführungen und Workshops, ich hängte das Studium an den Nagel, machte das Theater zum Beruf und begann eine Schauspielausbildung, die ich mit dem Diplom (der Bühnenreife) abschloss.